Eichhörnchenbaby Max liebt Weintrauben

Tag 27 | Auch Eichhörnchen haben Unsinn im Kopf

Aus meinem Eichhörnchentagebuch vom 26. September 2016:

Unsere Hörnchen sind jetzt etwas mehr als sechs Wochen alt. Hätte Mama Eichhorn hier noch das Sagen, würde sie vermutlich dafür sorgen, dass die lieben Kleinen noch ein wenig die Füßchen still halten. Jedenfalls stiller, als es gerade bei uns der Fall ist. Denn zumindest Max und Henry haben einen unbändigen Bewegungsdrang und denken gar nicht daran, sich in irgendeiner Weise einschränken zu lassen.

Nach den Milchfütterungen wird meistens geruht, aber zwischendurch machen die Jungs ordentlich Radau und dann lassen wir sie auf uns und dem Sofa herumturnen. Dabei bewegen sie sich schon erstaunlich schnell voran und machen jede Menge Unsinn. Besonders bei Max, der von den drei Brüdern der Neugierigste und Vorwitzigste ist, bilde ich mir ein, den Schalk in den Augen zu sehen.

Die feste Nahrung vertragen Ben, Max und Henry inzwischen sehr gut. Noch vor wenigen Tagen haben sie das Zeug ja kaum gefressen, sondern nur in Krümel zerlegt. Obwohl ein Großteil inzwischen wirklich gefressen wird,  finden wir überall winzige Stücke von Möhren, Gurken und Walnüssen. Aus dem, was ich abends aus den Sofakissen und meinem Pulli schüttele, könnte man bequem noch einen gemischten Salat zubereiten 😀

Anfangs konnten die Jungtiere sich noch nicht allein auf den Hinterbeinchen aufrecht halten und sind beim Fressen dauernd umgekippt. Das sah zugegebenermaßen äußerst niedlich aus. Inzwischen halten alle drei mühelos das Gleichgewicht, während sie das Futter mit den Vorderpfoten umklammern.

Wusstest du, dass Eichhörnchen an den Vorderpfoten nur vier Finger und keinen richtigen Daumen haben? Da ist nur ein kleiner Daumenstumpf. Das macht das Festhalten der Nahrung gar nicht so einfach und wie du im Video oben sehen kannst, fällt Max sein Gurkenstück immer wieder aus den Händen.

Nüsse knacken können unsere Hörnchen übrigens noch nicht, deshalb bieten wir ihnen für den Anfang bereits halbierte Walnüsse an. Zusätzlich zur festen Nahrung stellen wir eine kleine flache Wasserschale in die Hörnchenbox. Natürlich nur wenige Millimeter hoch gefüllt, damit keiner darin ertrinkt. Ich beobachte Max, wie er das Wasser neugierig beschnuppert, sein Schnäuzchen eintaucht und überrascht prustet.

Ob etwas essbar ist, entscheidet im Zweifelsfall die Geschmacksprobe: Abgesehen von Nüssen, Sonnenblumenkernen und anderen essbaren Dingen, beißen die Hörnchen auch gern testweise in Nasen, Uhren, Handys und Fleecedecken. Ach, eigentlich in alles 😀 Zum Glück nur ganz vorsichtig, den die Zähne sind nadelspitz.

Im nächsten Blogbeitrag am Freitag zeige ich dir, was ich mit einem Baum gemeinsam habe 😉

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