Eichhörnchen

Tag 48 | Umzug in die Eichhörnchen-Voliere

Der Umzug in die Überwinterungsvoliere war nicht nur für unsere Hörnchen ein großes Abenteuer. Auch Tim und ich waren gespannt, wie unseren Findelkindern die neue Umgebung gefallen würde. Der 15. Oktober war auch im letzten Jahr ein schöner, warmer Herbsttag und somit optimal für den Umzug.

In einer Transportbox habe ich Henry, Max und Ben in ihr neues Zuhause gebracht und das Türchen der Box geöffnet. Sofort begannen alle drei neugierig, aber noch ganz vorsichtig, jeden Winkel zu erkunden. Besonders beliebt war von Anfang an eine hängende Blumenampel, die als Schaukel genutzt wurde. Im Laufe der Zeit musste sie mehrfach repariert werden, weil die Schnüre den scharfen Zähnchen der Jungtiere zum Opfer gefallen waren.

Die neuen Eindrücke waren offenbar so anstrengend, dass sich alle drei nach zwei Stunden wilden Tobens und Turnens gemeinsam ins Schlafhäuschen zurückgezogen haben. Auch den restlichen Tag über sind sie nicht wieder aufgetaucht. Ganz schön aufregend, so ein Umzug.

Aber gleich am nächsten Morgen waren Henry, Max und Ben bereits mit Tagesanbruch wieder aktiv und freuten sich über ihre warme Milch. Die bekamen sie zu diesem Zeitpunkt noch zusätzlich zur festen Nahrung. Die Fütterung war bisher immer eine kuschelige Angelegenheit mit viel Körperkontakt gewesen. Aber nun ging es darum, den Körperkontakt Schritt für Schritt zu reduzieren, damit die Tiere später nicht zu sehr auf Menschen fixiert sein würden. Deshalb fütterte ich von da an durch das Gitter der Voliere hindurch. Für mich war das wohl eine größere Umstellung als für die Eichhörnchen. Ich vermisste ihre flauschige Nähe bereits am zweiten Tag.

Inzwischen waren aus unseren hilflosen Eichhörnchenbabys starke und schon erstaunlich eigenständige Junggesellen geworden. Die Entwicklung, die in den ersten acht Lebenswochen so unglaublich schnell voran ging, verlangsamte sich deutlich. Somit gibt es für mich hier hier auf dem Blog und auf Instagram nicht mehr täglich Neues zu berichten.

Auch war seit dem Umzug in die Voliere der Kontakt zu den Tieren weniger eng geworden und somit auch die Möglichkeit, Fotos ohne ein störendes Gitter dazwischen zu machen.  Daher veröffentliche ich von nun an neue Blogbeiträge nicht mehr an festen Wochentagen, sondern nur noch ereignisbezogen. So halte ich dich auf dem Laufenden, wenn es besonders schöne Bilder und spannende Ereignisse gibt.

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